17 Interessante Arten von Malven (+ weiteres)

Malven gehören wohl zu den schönsten Blütenpflanzen. Im Studium haben wir uns zudem mit der Heilwirkung mancher dieser Arten befasst. In diesem Artikel gehe ich auf die verschiedene Arten sowie die Wirkung mancher davon ein.

Lass uns beginnen

Entdecke die Vielfalt der Malvengewächse: Es gibt über 4300 Arten

Weltweit gibt es ca. 4300 Arten der Pflanzenfamilie Malvaceae wobei diese in 9 Unterfamilien aufgeteilt werden. 15 bis 30 Arten davon findet man in Eurasien und Nordafrika (Wikipedia). Ich fokussiere mich hier auf jene die in der Schweiz und umgebenden Ländern heimisch sind. In der Schweiz findet man die Arten: Malva aclea L. (Sigmarswurz), Malva moschata L.(Bisam Malve), Malva silvestris L. (Wilde Malve) und Malva neglecta Wallr. (Weg Malve), wobei letztere beide als Heilpflanzen verwendet werden. 

Falls du dich für die Vielfalt der Malvenpflanzen interessierst

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Nun zu einigen der vielen Arten

Baumförmige Strauchpappel

Diese Art der Malvengewächse ist besonders schön, weshalb ich hier auf ihre Anzucht zurückkomme.

Die Wuchsform unterscheidet sich von anderen Malvengewächsen, durch das sie dunklere Nerven und eine dunklere Basis der Kronblätter und breitere Außenkelchblätter hat. Den Namen „baumförmig“ erhielt sie wohl, da ihre Wuchsform baumartig ist. Sie verholz im unteren Bereich und kann Höhen von bis zu drei Metern erreichen. Sie wird hauptsächlich als Zierpflanze gewählt.

In milden Jahren ist es sogar möglich, dass die Baumförmige Strauchmalve im Winter noch blüht.  Die Malva arboea ist bezüglich der gewählten Erde nicht wählerisch, mag aber einen pH-Wert von ca. 7.

Die Art ist trockenresistent, weshalb meist nur eine Überwässerung problematisch werden könnte. Daher die Erde jeweils durchtrocknen lassen und dann wieder grosszügig giessen.  Der wohl beste Zeitpunkt kannst du so herausfinden: Stecke einen Finger in die Erde und teste, ob die ersten drei cm schon komplett trocken sind. Giesse dann, bis das Wasser aus dem Ausflussloch tritt. Am besten ist gefiltertes Wasser, dass Zimmertemperatur oder etwas wärmer hat. Dies da die baumförmige Strauchpappel aus einer wärmeren Umgebung stammt.

Nun noch zur Dünung dieser Art der Malven. Die Baumförmige Strauchmalve profitiert von einer jährlichen Düngung welche am besten im Spätwinter oder im zeitigen Frühjahr mit einem hochwertigen Langzeitdünger erfolgt. Stattdessen kann man auch Kompost unter die Erde mischen. Nach dem Düngen gut giessen nicht vergessen.

Stelle den Topf an eine sonnige Stelle oder wähle eine diesbezügliche gute Stelle im Garten. Die baumförmige Strauchpappel braucht nämlich viel Sonne.  

 

violette Blüte einer Malvenpflanze

Quirl Malve

Der lateinische Name der Quirl Malve ist Malva verticillata. Es handelt sich dabei um eine Gemüse-Malve, aus Ostasien stammend, die als Kulturpflanze gehandhabt wird. Dies wird sie in China bereit seit 2500 Jahren. Im Tibet nutzt man die Samen traditionell als Diuretika und Abführmittel. (Plants for a Future). In Asien wird sie generell als Blattgemüse genutzt. Diese Art kannst du am besten auf einem durchlässigen Boden an einem vollsonnigen Standort zum Wachsen bringen. (Rareplants) Die Samen können Anfang April auf ein gelockertes Beet ca. 0,5 cm tief, dünn in Breitsaat ausgesät werden. (Langreck, 2017) Die Pflanze wächst, schneidet man sie nicht zurück, schnell und prächtig. Blätter, junge Knospen und Blüten können stets geerntet werden. Diese kannst du roh oder gedämpft für deine Speisen verwenden. Das Empfinden ist harzig gemischt mit einem schleimigen, rauen Mundgefühl. (Pro Specie Rara)

Weiss-violette Blüte einer Malvenpflanze

So gelingt die Anzucht der Malven

Der Boden sollte sandig bis lehmig sein mit einem hohen Nährstoffgehalt und somit viel Humus. Ein sonniger oder auch halbschattiger Platz wird gemocht bez. toleriert. Die Bodenfeuchte ist vorzugsweise trocken bis frisch (Schmidt, 2019). 

Um einen Boden sandig zu machen, kannst du einfach etwas Sand einarbeiten. Dieser sollte aber hochwertig sein, z.B. Quarzsand. Solchen kannst du bei verschiedenen Anbietern kaufen.

 

Lehm ist dann eine Mischung aus Sand, Schluff und Ton.

Humus ist abgestorbenes Pflanzenmaterial, also abgefallene Blätter, Blüten und ähnliches, dass bereits durch den Kompostierungsprozess zersetzt wurde.  Schlussendlich sollte der Boden für die Malven auch noch nährstoffreich sein. Ausbringen von Herbstlaub, Rindenmulch oder Kompost sorgen für einen hohen Nährstoffgehalt.

Im Grossen und Ganzen sind Malven recht anspruchslos und kommen auch mit Bodenbeschaffenheiten, die von den hier erwähnten optimalen Eigenschaften abweichen, zurecht.  Man findet sie z.B. an Waldlichtungen, Wegrändern, Weiden und Schuttflächen.

Die Malve als Heilpflanze

Die Malva sylvestris wird als Heilpflanze benutzt. Ihre volkstümlichen Namen sind grosse Käsepappel, Rosspappel, Käsepappel, Kässköpfe und weitere. Verwendet werden die Blätter und die Blüten, wobei die Pflanze von Mai bis September blüht.

In der Natur findet man diese Malvenart an Wegrändern, auf Schuttplätzen oder auch sonnigen Hängen. Ihre Inhaltsstoffe ist vor allem Schleim als Gemisch saurer und neutraler Schleimstoffe mit Glucose und Galactose als Zucker sowie Flavonoide. Der hohe Schleimgehalt bewirkt eine Reizlinderung bei Schleimhautentzündungen. Deswegen werden Malvenpräparate im Anfangsstadium einer Erkältung mit trockenem, entzündlichem Husten oder auch Schleimhautreizungen im Mund -und Rachenraum eingesetzt.

Botanische Eigenschaften von Malven

Literatur

Literatur aus Wikipedia

Ya Tang, Michael G. Gilbert, Laurence J. Dorr: Malva. In Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 12: Hippocastanaceae through Theaceae. Science Press / Missouri Botanical Garden Press, Beijing / St. Louis 2007.

Malva im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.

Benito Valdés: Malvaceae: Malva In: Euro+Med Plantbase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Berlin 2011

Martin Forbes Ray: New combinations in Malva (Malvaceae: Malveae). In: Novon. Band 8, Nr. 3, 1998, S. 288–295

Julián Molero Briones, Josep María Montserrat Martí: Nomenclatura de algunas especies del género Malva Linnaeus (Malvaceae). In: Fontqueria. Band 55, Nr. 38, 2006, S. 285–292,

PictureThis: „Wie man Baumförmige Strauchmalve anbaut und pflegt“

https://www.picturethisai.com/de/care/Malva_arborea.html#Cultivation:SoilDetail

D.d.Z.: 13.05.2024